Im Online-Meeting durch eine angenehme Stimme und professionelles Sprechen eine bleibende Wirkung zu erzielen, ist elementar in Zeiten des permanenten Online-Kontakts. Ob wir uns über Zoom, Teams, Hangout oder Skype treffen: Diese fünf Fehler gilt es, beim Sprechen vor Kamera und Mikrofon bei Videokonferenzen, Vorträgen, Präsentationen sowie im Clubhouse oder Podcast zu vermeiden.

Pleiten, Pech und Pannen bei Videokonferenzen? Nein, ich meine jetzt nicht den berühmten Wäscheständer, den man vergessen hat, wegzuräumen. Ich rede nicht von Kindern, Mitbewohner*innen oder Haustieren, die unvermutet im Hintergrund auftauchen. Auch die oft fehlende Licht- und Tonqualität ist hier kein Thema, obwohl es zur Beleuchtung oder Audioqualität z.B. bei Zoom-Meetings selbst nach einem Jahr im „Daueronlinekonferenz-Modus“ noch eine Menge zu sagen gäbe: Immer wieder führe ich online Erstgespräche zu meinem Stimmtraining mit Manager*innen in führenden Positionen. Oft kann ich sie auf meinem Bildschirm kaum erkennen und nur mühsam verstehen. Ohne Licht und guten Klang stellen viele Führungskräfte – im wahrsten Sinne des Wortes – ihr Licht unter den Scheffel! (Lesen Sie dazu auch: Wie Sie Ihre Stimme auf Live-Video, Videokonferenzen und Online-Meetings vorbereiten)

Doch in diesem Blogartikel möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf fünf sehr prominente und ungünstige Verhaltensweisen lenken, die Ihre Wirkung in der analogen wie digitalen Kommunikation beeinträchtigen können. Und durch die Übertragung über Webcam plus Mikrofon werden sie noch verstärkt!

 

Fehler Nummer 1 im Online-Meeting: Das fehlende „Senden“

Ich bin erstaunt, wie viele Menschen immer noch monologisieren. Zu viel, zu schnell sprechen sie, ohne Wahrnehmung ihres Gegenübers. Es fängt beim fehlenden Blickkontakt (gerade auch mit der Kamera) an und hört beim fehlenden, betonten, dynamischen, wirklich zugewandten Sprechen auf. Der Dialog fehlt.

Meine Empfehlung Nummer 1: Kommunizieren Sie immer dialogisch!

 

Fehler Nummer 2 bei Online-Meetings: Das fehlende, aktive „Empfangen“

Zuhören. Und wenn die Kachel noch so klein ist, auf der Sie im Online-Meeting erscheinen: Ist Ihnen bewusst, wie Sie auch als scheinbar inaktive*r Teilnehmer*in gesehen oder gehört werden? Ist Ihnen bewusst, wie sehr das aktive Gestalten Ihrer Kommunikation, z.B. durch Nachfragen und nonverbale Zeichen, Ihre Wirkung erhöht?

Meine Empfehlung Nummer 2:  Seien Sie sich Ihrer nonverbalen Wirkung immer bewusst!

Fehler Nummer 3 im Online-Meeting: Sprechen ohne Pausen

Sie kennen das berühmte „Pausen aushalten“? Durch das Einhalten von Pausen beim Sprechen wird das wirkliche „Verstehen“ befördert. Hören Sie mal genau hin, wie wirkungsvoll Pausen sind. Und wie groß die Angst offenbar bei vielen ist, sie könnten die Zuhörenden langweilen oder würden unterbrochen – im Online-Meeting, im Podcast oder neuerdings bei Clubhouse.

Meine Empfehlung Nummer 3: Eines der wichtigsten Instrumente in der Kommunikation sind die Pausen.

 

Fehler Nummer 4 im Online-Meeting: Bei der Videokonferenz haben die Sprechenden keine „Antennen“ im Raum.

Wer spricht, antwortet, vorträgt oder präsentiert, vergisst oft die Welt um sich herum. Und dann fehlen die „Antennen“, also das feine Gefühl nicht nur für Wäscheständer und Mitbewohner*innen im unmittelbaren Umfeld, sondern für die eigene Wirkung, gerade auch im virtuellen Raum.  Oft bedeutet das „größere“ Denken die größere Ansprechgruppe zu begreifen und in dieser Größenordnung dann auch zu kommunizieren. Es bedeutet auch, „größere“ Präsenz wirklich bewusst einzusetzen, optisch wie akustisch. Nur so können Sie Ihr Publikum erreichen und bestenfalls mitnehmen.

Meine Empfehlung Nummer 4:  Bauen Sie eine Beziehungsebene auf!

 

Fehler Nummer 5 im Online-Meeting: Angst vor „Größe“

Die tatsächliche körperliche Aufrichtung bedeutet so viel für Ihre Haltung und damit für Ihre Wirkung. Denn die Freiheit und Lockerheit gerade im sichtbaren Schulter-Nacken- und Kehlkopfbereich sorgt für Ihre spürbare, hör- und sichtbare Präsenz. Nicht umsonst sind die Menschen gut beraten, die auch online im Stehen vor der Kamera sprechen.

Meine Empfehlung Nummer 5: Achten Sie auf die Übereinstimmung Ihrer inneren und äußeren Haltung!

 

Die gute Nachricht: Das Sprechen und Vortragen vor der Kamera bei einer Videokonferenz oder virtuellen Besprechung können Sie lernen. Immer wieder erfahre ich bei meinen Stimmtrainings, wie selbst kleine Tricks eine deutlich wirkungsvollere Wahrnehmung eines Online-Redners ermöglichen. Das Üben gibt Sicherheit und wer sicher auftritt, gewinnt leichter sowohl die Aufmerksamkeit als auch die Herzen seines Publikums!

Ich würde mich sehr freuen, Sie in einem meiner Trainings oder einem Einzelcoaching für Ihre Stimme begrüßen zu dürfen.

 

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